DER ILLUSTRATED DIALOGUE:
MACHT IHRE STELLENANZEIGEN UNWIDERSTEHLICH

Bislang klingen Stellenanzeigen so, als seien sie von Maschinen für Maschinen geschrieben: in einem blutleeren Stil, mit vielen sperrigen Substantiven und noch mehr Phrasen. Freudlos, lieblos, langweilig. Ja, manche Anzeigen machen einem sogar Angst, sie setzen den Leser mit unrealistischen Ansprüchen unter Druck. Und man hat oft den Eindruck, nicht mal die Verfasser selbst verstehen genau, was sie eigentlich sagen wollen. Die Seite sollte gefüllt, der Personalchef zufriedengestellt werden.

Und jetzt zur Optik.
Hier sieht’s nicht besser aus.

Wer hat eigentlich gesagt, dass Stellenanzeigen so aussehen müssen, wie sie das heute tun? DAS IST NICHT GOTTGEGEBEN. Und auch nicht logisch. Denn die Gesetze einer attraktiven Gestaltung gelten auch hier: Der Mensch blickt gerne in Gesichter. Man fühlt sich zu harmonischen Farbkombinationen hingezogen. Außerdem weiß man, dass Bildunterschriften und Zitate eher gelesen werden als lange Fließtexte. Kleine Texthäppchen mit knackigen Headlines eher als Bleiwüste.
Erstaunlich genug, dass Unternehmen all das ignorieren, wenn man bedenkt, wie händeringend Leute gesucht werden.

Wir haben in unserer Agentur
mal über all das nachgedacht

Wenn man das Gewohnte beiseiteschiebt und über das echte Leben, die echten Bedürfnisse und die echten Gefühle nachdenkt, die mit einem Vielleicht-Jobwechsel verbunden sind – was dann? Wenn man also die Haltung „Das war aber schon immer so“ überwindet, dann formuliert sich der Anspruch an Stellenanzeigen neu. Inhaltlich, sprachlich, optisch und emotional.
Deswegen haben wir den Illustrated Dialogue entwickelt. Und der sieht zum Beispiel so aus:

Wieso wir eine solche Anzeige Dialog nennen?

Weil sie mit dem Betrachter in Kontakt tritt – auf der fachlichen Ebene und der Beziehungsebene. Das ist der Knackpunkt. Die Menschen auf den Porträts schauen mich direkt an. Und sie haben mir etwas zu sagen. In aller Ernsthaftigkeit. Das schafft eine enorme Verbindlichkeit – à la Klaus Hipp “Dafür stehe ich mit meinem Namen.“ Und was sie sagen, das hat Hand und Fuß. Sie speisen mich nicht mit abstraktem Gerede ab, sondern gehen ins Detail. Sie sind auch ehrlich. Gleichzeitig nehmen Sie mir meine Sorgen. Das klingt etwas so:

Prinzip klar? Meine Angst vor Überforderung ist damit in Sachen Englisch schon mal weg. So macht man das dann Stück für Stück bzw. Sorge für Sorge: aufgreifen und den Leser beruhigen. Überall da, wo es eben geht. Und wo man Spitzenleistung erwartet, dann sollte man das schreiben. Nur netter. Etwa so:

Außer Porträts arbeiten wir auch mit Fotos,
die eine Art Schlüssellochblick zeigen.


Man ist als Betrachter fast Teil der Szenerie. Man hat das Gefühl, als ob man sich am neuen Arbeitsplatz schon mal ein wenig umsieht und den neuen Kollegen beim Arbeiten zuguckt.
Die fotografierten Menschen müssen keine Models sein. Ganz und gar nicht. Es geht um Präsenz und Authentizität. Als Betrachter soll in mir das Gefühl entstehen: „Die sind ganz normal, so ähnlich wie ich.“ Als Normalo nur von schönen Menschen umgeben zu sein, das fühlt sich nicht gut an.
Lassen wir die Models also weg, pudern unsere Mitarbeiter ein wenig ab und engagieren einen guten Fotografen, der alles rausholt, was geht. (Ein wenig Schokoladenseite möchten wir ja trotz allem sehen.)

Foto für Foto, Zeile für Zeile entsteht beim Leser Vertrauen

Man hat das Gefühl: „Die kenne ich jetzt schon ein wenig. Scheinen gute und vertrauenswürdige Leute zu sein. Unter dem, was sie tun, kann ich mir viel vorstellen. Und ich kann etwas, was sie brauchen können. Sie werden mich schätzen.“

Auf den Punkt gebracht

Der Illustrated Dialogue knüpft eine Beziehung zum Leser. Wer zur Aufgabe passt und außerdem zum Unternehmen, der sollte jetzt Feuer und Flamme sein.
Und das Beste: NIEMAND von der Konkurrenz kann mit solchen Anzeigen punkten. Die kommen nämlich einfach nicht drauf, es so zu machen. Noch nicht.

Sibylle Frank, Sprachwissenschaftlerin